Naturheilkunde · Wärmeanwendung

Sauna aus Sicht der Naturheilkunde

Schwitzen, entspannen, durchatmen: Warum der Saunabesuch aus naturheilkundlicher Sicht weit mehr ist als Wellness — und was Sie vorher ärztlich abklären sollten.

Was in der Sauna im Körper passiert

  • Die Poren öffnen sich: Die Wärme weitet die Poren und regt die Schweißproduktion an — die Haut kann sich gründlich reinigen.
  • Unterstützung der Entgiftung: Über den Schweiß werden Wasser, Salze und Stoffwechselschlacken ausgeschieden. Aus naturheilkundlicher Sicht werden dadurch auch Nieren und Leber entlastet.
  • Kreislauf & Abwehr: Der Wechsel aus Wärme- und Kältereizen trainiert die Gefäße und unterstützt die Abwehrkräfte auf natürliche Weise.

Reiztherapie: der Kältereiz nach der Hitze

Ein zentraler Baustein aus naturheilkundlicher Sicht ist der Wechsel von Hitze und Kälte. Nach dem Saunagang folgt kaltes Wasser — ein Kaltwasserguss, das Tauchbecken oder eine kalte Dusche. Dieser kräftige Temperaturreiz wirkt als Reiztherapie: Er fordert die Gefäße, reizt das Immunsystem und stärkt es so auf natürliche Weise. Regelmäßig angewendet, lernt der Körper dadurch, besser mit Belastungen umzugehen.

Besonders wohltuend für Choleriker & Fleischesser

Eine hitzige Konstitution und eine eiweißreiche Kost führen naturheilkundlich betrachtet oft zu Übersäuerung. Hier kann die Sauna ausgleichend wirken — über das Schwitzen wird der Körper bei der Ausscheidung unterstützt, und gleichzeitig kommt das „Feuer" ein Stück weit zur Ruhe.

Weitere Vorteile im Überblick

  • Entspannt die Muskulatur und löst Verspannungen
  • Baut Stress ab und fördert innere Ruhe
  • Fördert die Durchblutung der Haut
  • Unterstützt einen erholsamen Schlaf

„Jeder kann in die Sauna gehen, der in die Sauna gehen kann."

So lautet eine finnische Volksweisheit — und sie trifft es gut: Für die meisten Menschen ist der regelmäßige Saunagang eine wohltuende Gewohnheit. Es gibt aber Situationen, in denen der Körper die starke Wärmebelastung nicht gut verkraftet.

Vorher ärztlich abklären

Bei folgenden Punkten sollten Sie vor dem Saunabesuch unbedingt ärztlichen Rat einholen:

  • Herzschrittmacher oder implantierter Defibrillator (ICD)
  • Instabile Angina pectoris, frischer Herzinfarkt oder Herzschwäche
  • Unkontrollierter Bluthochdruck bzw. Blutdruckkrisen
  • Akute Infekte und Fieber
  • Schwangerschaft
  • Akute Thrombosen

Unter Alkohol- oder Drogeneinfluss ist die Sauna strikt zu meiden.

Ob und in welcher Form die Sauna in Ihrer persönlichen Situation sinnvoll ist, besprechen wir gerne im persönlichen Gespräch.

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